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Phélan-Ségur, St-Estèphe AOC, cru bourgeois

Noch eine Spur besser als der sensationelle 2014er.

Phélan-Ségur, St-Estèphe AOC
Rotwein | Frankreich | Bordeaux | St-Estèphe
Phélan-Ségur, St-Estèphe AOC
2015
cru bourgeois
CHF 95.00
150cl (OWC-3)
  • Frankreich
  • Cabernet Sauvignon, Merlot, Cabernet Franc
  • 2025 bis 2050
  • 14 - 16°C
  • 150cl (OWC-3)
  • FRA.245249.2015.M3
  • Lieferbar im Frühjahr 2018

Bewertung

  • Gerstl
    19
    |
    20

Infos zum Wein

Degustationsnotiz

Den Phélan probiere ich gerne so oft wie möglich, das ist natürlich auch in diesem Jahr ein sinnliches Vergnügen. So delikat wie 2015 war er selten zuvor, ich freue mich auf den Besuch auf dem Weingut, wo ich Zeit haben werde, ihn richtig zu geniessen, sein Spiel aus Kraft und Feinheit, aus genialer Frische und köstlicher Extraktsüsse, aus irrer Rasse und cremigem Schmelz hat mich aber schon bei Mostermanns und Ulysse total begeistert. Auf dem Weingut nochmals in aller Ruhe und im Vergleich mit dem sensationellen 2014er, letzterer ist so genial, dass man nicht sagen kann, der 2015er sei deutlich besser. Er ist eine Spur feiner in den Tanninen, eine Spur mehr Süsse im Extrakt, dafür ein klein wenig schlanker, der 14er ist ziemlich spektakulär in der Aromatik, gewaltig rassig und gradlinig, enorm konzentriert, der 15er sagenhaft lecker, spielerisch und in vollendeter Balance, ein grandioses Phélan-Duo.

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Infos zum Produzenten

Phélan-Ségur ist nicht nur in Bezug auf das Preis-Genuss-Verhältnis etwas vom Allerbesten, was in Bordeaux produziert wird, sondern auch absolut gesehen. Die in Stein gemeisselte Bordeaux-Klassifikation von 1855 hat Vor- und Nachteile. Ein Nachteil ist sicher, dass so eine Klassifikation gar nie ganz stimmen kann. Die Weingüter wurden damals überwiegend auf Grund ihres Verkaufspreises klassiert. Besondere wirtschaftliche Umstände sowie das Terroirpotenzial wurden kaum in die Waagschale geworfen. Zudem konnte natürlich die künftige Entwicklung nicht vorausgesehen werden. Veränderungen, die es in 150 Jahren naturgemäss gibt, wurden nie berücksichtigt. Sie werden es wohl in absehbarer Zeit auch nicht, zu unterschiedlich sind die Interessen, als dass man sich auf eine neue Klassifikation einigen könnte. So ist denn halt Phélan-Ségur auch heute noch «nur» ein Cru Bourgeois, obwohl hier schon seit vielen Jahren Weine erzeugt werden, die locker mit den Crus Classés der Appellation mithalten können. Bereits 1990 wurde hier ein Wein produziert, der sich heute hinter den berühmten Namen überhaupt nicht zu verstecken braucht. Und damals wurde auf dem Weingut bei weitem noch nicht mit der gleichen Sorgfalt gearbeitet wie heute. Das zeigt schon, dass das Terroir von Phélan nicht schlechter ist als jenes der Crus Classés von St. Estèphe. Einige unserer Kunden erinnern sich sicher auch noch an die Blindprobe der 2003er, wo Phélan zwischen Montrose und Cos d’Estournel stand und letztlich am meisten Stimmen erhielt, als wir die Leute fragten, wer welchen Wein am liebsten hatte. Auch wenn man ein solches Ergebnis nicht überbewerten darf, zumindest zeigt es, dass Phélan einigermassen in der gleichen Liga mitspielt wie die beiden grossen Brüder. Einen Vorteil daraus gibt es dennoch für die Weinfreunde. Die Weine von Phélan-Ségur werden immer sehr preiswert bleiben, die Klassifikation Cru Bourgeois hält sie von jeglicher Spekulation fern.

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