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Moulin Haut-Laroque, Fronsac AOC

Der meistunterschätzte Wein von ganz Bordeaux!

Moulin Haut-Laroque, Fronsac AOC
Bordeaux 2017 Subskription | Frankreich | Bordeaux | Fronsac
Moulin Haut-Laroque, Fronsac AOC
2017
CHF 44.00
150cl (OWC-3)
  • Frankreich
  • Merlot, Cabernet Sauvignon, Cabernet Franc, Malbec
  • 2026 bis 2050
  • 14 - 16°C
  • 150cl (OWC-3)
  • FRA.247761.2017.M3
  • auf Anfrage

Bewertung

  • Gerstl
    19+
    |
    20

Infos zum Wein

Degustationsnotiz

Max Gerstl: Der Duft berührt mich total, das ist absolut faszinierend, was da abgeht, eine Duftwolke von atemberaubender Schönheit, ganz fein, aber immens vielfältig und reizvoll, da sind alle Duftnoten versammelt, die man sich nur wünschen kann, verführerischer kann ein Wein nicht duften. Ein Gaumenfluss wie Samt und Seide, ein aromatisches Meisterwerk, das ist eine köstliche Erfrischung, die perfekt reife, rassige Säure wird ideal ausbalanciert durch wunderbar süsses Extrakt, alles ist in sich total stimmig, eigentlich kann man nur staunen über dieses einzigartige Elixier.
Unvergessliche Genuss-Erlebnisse auf Château Moulin Haut-Laroque.
Letztes Jahr hatten wir dieses eindrückliche und unvergessliche Erlebnis mit dem Moulin Haut-Laroque 1900. Ich war der Meinung, das Erlebnis sei absolut einzigartig und auch nicht annähernd wiederholbar. Aber die Familie Hervé hat uns nochmals - und diesmal sogar noch mehr - ins Staunen versetzt, obwohl wir jetzt wissen, zu was dieses Weingut fähig ist.
Es begann mit 2 Magnumfalschen. Der 2003er war von unglaublicher Frische, auf 1998, 2000 oder 2005 hatten wir getippt. Niemand von uns wäre auf den heissen Jahrgang 2003 gekommen. Moulin Haut-Laroque hat auch 2003 einen der allergrössten Weine des Jahrgangs von ganz Bordeaux erzeugt. Ich kenne keinen Bordeaux mit Jahrgang 2003, der wesentlich besser ist. Dann der 1990er, da haben wir für einmal richtig geraten, wir haben auf 1989 oder 1990 getippt. Der hatte zwar nicht ganz die Grösse der allerbesten Bordeaux wie Pétrus, Latour oder Haut-Brion, aber auch der lässt qualitativ so manchen grossen Bordeaux des gleichen Jahrgangs hinter sich. Dann entkorkte die Familie Hervé einen Jahrgang, der zumindest innerhalb der Familie für Diskussionen sorgte - einen 1975er. Das war auch aus unserer Sicht kein grosser Wein, aber immer noch ein spannendes 16-Punkte-Erlebnis. Vater Jean-Noël war gar nicht zufrieden mit dem Wein, er hätte ihn uns eigentlich lieber nicht gezeigt. Aber dazu muss man wissen, 1975 war ein Jahr, in dem auch die meisten Top-Weingüter von Bordeaux mehr falsch als richtig gemacht haben. Es gibt heute nur wenige überhaupt noch trinkbare Bordeaux dieses Jahrgangs. Oder anders ausgedrückt: Auch hier gehört der Moulin Haut-Laroque zu den Besten.
Danach gab es nochmals zwei Weine, die alles was wir bisher erlebt hatten, in den Schatten stellten. Zuerst der 1925er, ein Jahrgang, von dem ich vermutet hatte, dass es keinen heute noch trinkbaren roten Bordeaux mehr gibt. Der Wein hatte nicht den Hauch eines Alterstons, er zeigte sich vielleicht etwas rustikal in den Tanninen, aber absolut köstlich und lebendig in der Aromatik - ein wunderbares 18-Punkte-Trinkerlebnis, das ist echt unglaublich für diesen Jahrgang! Dann der absolute Wahnsinn: ein 1893er! Er wurde damals in eine Chartreuse-Flasche gefüllt, das Weingut konnte sich nicht einfach so Flaschen leisten. Was aus dieser Flasche - immer noch mit dem Originalkork verschlossen! - zum Vorschein kam, lässt sich mit Worten nicht beschreiben, man muss es erlebt haben. Das war schlicht die 20-Punkte-Vollendung - und das ohne Berücksichtigung der Ehrfurcht vor dem Alter! Dass ich so etwas erleben darf, ist ein Geschenk des Himmels, für dass man einfach nur unendlich dankbar sein kann. Je länger der Wein offen ist, desto mehr Aromen entfaltet er, ich habe Tränen in den Augen und Schweissperlen auf der Stirn, ich bin total berührt, das ist ein Wein, wie ich noch nie im meinem Leben erlebt habe! Er wird immer süsser, reicher, konzentrierter, komplexer, je länger er im Glas ist, und der Nachhall ist beinahe unendlich, ich kann gar nicht so lange warten, bis die Aromen komplett abgeklungen sind. Ich werde, bevor wir gehen, nochmals einen Schluck nehmen und versuchen zu ergründen, wie lange er nachklingt. Nach 10 Minuten auf dem Heimweg klingen die Aromen immer noch nach - aber messen zu wollen, wie lange effektiv, ist eine Illusion. Irgendwann weiss man nicht mehr, ob die Aromen tatsächlich noch am Gaumen präsent sind oder nur noch im Gedächtnis, und hier werden sie wohl für mein ganzes Leben eingebrannt bleiben.

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Infos zum Produzenten

Beste Lagen an den höchstgelegenen Hängen von Fronsac mit tiefgründigen Kalkböden, zu einem Drittel mit über 50 Jahre alten Reben bestockt (65% Merlot, 20% Cabernet Franc, 10% Cabernet Sauvignon, 5% Malbec). Das ist ohne Zweifel ein Terroir, wo grosse Weine entstehen, insbesondere wenn sie von einem so leidenschaftlichen Winzer erzeugt werden wie Jean-Noel Hervé, dem Besitzer dieses Weingutes. Jean-Noel Hervé: «Jedes Jahr, jeden Tag werde ich als Winzer mit neuen Gegebenheiten konfrontiert. Nie kann ich genauso handeln wie im Vorjahr, immer wieder muss ich neue Entscheidungen treffen. Mein Beruf ist kompliziert, aber er ist auch Antrieb für mein ganzes Leben.»

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