Gerstl Weinselektionen
Fegistrasse 5
Postfach
CH-8957 Spreitenbach
Tel. +41 58 234 22 88
Fax +41 58 234 22 99
info@gerstl.ch
60 Jahrgänge Château Mouton-Rothschild - ein einmaliges Erlebnis!
60 Jahrgänge Château Mouton-Rothschild - ein einmaliges Erlebnis!

Neu degustiert

Max Gerstl degustiert und bewertet regelmässig Spitzenweine. Untenstehend wird die Liste aufgeführt, mit den laufend durch ihn nachdegustierten Weine.

 


Bericht zum Mouton-Festival - Mai 2012

Total 60 Jahrgänge Château Mouton-Rothschild!
Total 60 Jahrgänge Château Mouton-Rothschild!

Im Mai 2012 fand in der Region Bad Ragaz eine legendäre Probe von 60 Jahrgängen Château Mouton-Rothschild statt. Dabei wurden ab 1945 bis 2002 sämtliche Jahrgänge entkorkt. Bereits Mitte der 80er-Jahre hatte Max Gerstl die Sammlung komplett und bei idealen Konditionen in seinem Privatkeller gelagert. Ab 1982 kam jeder Jahrgang – in Subskription gekauft – auf dem direktesten Weg in seinen Keller. Das hat sich bezahlt gemacht, waren doch sämtliche Jahrgänge, bis auf den 1949er in optimalem Zustand. Letzteren hatten mehrere Teilnehmer noch etwas besser in Erinnerung, obwohl auch dieser grandios war (19/20).

 

Wer gerne weitere Bilder zu diesem Anlass der Sonderklasse sehen will, findet diese auf Facebook:
http://www.facebook.com/Gerstl.Weinselektionen

 

Fazit von Max Gerstl:

Es war ein besonderes Erlebnis über 5 Jahrzehnte sämtliche Jahrgänge eines Weingutes zu probieren. Ich hatte dieses Erlebnis leider noch nie von einem anderen Weingut. Aber von diversen Weingütern – insbesondere von allen Premiers ausser Pétrus – habe ich die meisten Jahrgänge zwischen 1945 und 2000 schon probiert. Angenommen man würde die Punkte all dieser Jahrgänge zusammenzählen, kämen wohl nur ganz wenige Weingüter auf eine so hohe Punktzahl wie Château Mouton-Rothschild. Von den Premiers kämen wahrscheinlich einzig Haut-Brion und Cheval-Blanc auf eine ähnlich hohe Punktzahl. Geschlagen würden sie zweifellos alle von La Mission, sicherlich auch von Lafleur, aber das kenne ich nicht aus eigener Erfahrung. Dass Lafite, Margaux und Ausone da chancenlos sind ist klar, allzu lange dauerten die „Krisenzeiten“ bei diesen. Latour würde es sicher nicht schaffen, weil da die grossen Jahre der 40er eher enttäuschend ausfielen.

Die Geschichte von Château Mouton-Rothschild lässt sich grob in 3 Perioden einteilen:

Periode Beschrieb 
Die Periode wo die Natur den Ton angab. Bis gegen Mitte der 60er Jahre wurde Wein vorwiegend von der Natur gemacht. Der Mensch nahm mehr oder weniger das, was ihm geschenkt wurde. Die Trauben, die im Herbst an den Rebstöcken hingen, wurden zum Zeitpunkt gelesen, wenn das Bauchgefühl sagte, die Zeit sei jetzt reif dafür. Traubenselektionen kannte man praktisch nicht. 
Die Periode wo der Mensch glaubte klüger zu sein als die Natur. Anfang der 60er Jahre begann der Chemieeinsatz und die Züchtung von ertragsstarken Rebklonen. Die verheerenden Folgen zeigen sich in den bescheidenen Weinen ab Mitte der 60er bis Anfang der 80er Jahre. In den 80ern hatte man grosses Wetterglück, denn zurück zu einer natürlicheren Rebbewirtschaftung kehrte man eigentlich erst in den 90er-Jahren. 
Die Periode wo der Mensch in respektvoller Zusammenarbeit mit der Natur agiert.  Ab ca. Mitte der 90er-Jahre setzte sich die Erkenntnis durch, dass sich die besten Ergebnisse erzielen lassen, wenn man die Natur ihren Teil machen lässt, selber aber auch alles daran setzt möglichst optimal reife und gesunde Trauben zu selektieren. Das war natürlich nicht nur bei Mouton so, sondern im Weinbau allgemein. Aber anlässlich dieser Probe konnte man diese Geschichte Eins zu Eins erleben.

Bis Mitte der 60er-Jahre schmeckten die Weine besonders ausgeprägt nach dem Wetterverlauf, es gab einige legendäre Weine, einige gute, aber auch viele betont unreife. Erstaunlicherweise gab es in der Periode zwischen 1945 und 1964  keinen einzigen Wein, der nicht locker 50 Jahre überlebt hat.

In den Jahren nach 1962 bis 1982 gab es keinen einzigen wirklich grossen Mouton, das kann wohl kaum mit einer 20-jährigen Schlechtwetterperiode erklärt werden. Was uns hingegen zuversichtlich stimmt, ist, dass es nach 1984 keinen einzigen schlechten Mouton mehr gab. Eines ist ganz klar, im Durchschnitt sind die heutigen Weine wesentlich besser als früher. Aber werden die besten eines Tages auch so legendär sein wie etwa ein 1945er oder ein 1947er? Mit Sicherheit kann das wohl heute niemand sagen. Unter denen die wir probiert haben glaube ich bei keinem dieses Potenzial erkannt zu haben, und wenn, dann höchstens im 1986er. Ich denke aber – und das war auch die Meinung von Hervé Berland, Direktor von Château Mouton-Rothschild,  – ein 2005er, 2009er oder 2010er sollte das Potenzial haben, eines Tages ähnlich grandios wie ein 45er oder 47er zu schmecken. 


Ab sofort können Sie auch via Facebook und Twitter mit Gerstl Weinselektionen in Verbindung treten:

http://www.facebook.com/Gerstl.Weinselektionen

https://twitter.com/#!/GerstlWein

Wir freuen uns auf Ihre "Likes", Tweets und Kommentare.

Event-Agenda

23.08.17  W&D Gantenbein  in Ormalingen
04.09.17  Top of Gerstl-Degu  in Luzern
14.09.17

 Deutsche Weine
 & Rieslinge 2016
 in Zürich

21.09.17

 Deutsche Weine
 & Rieslinge 2016
 in Basel

12.10.17  W&D Monteverro  in Ormalingen
19.10.17  Top of Gerstl-Degu  in Bern
26.10.17  Spanien & Portugal  in Zürich
28.10.17  Spanien & Portugal  in St. Gallen
02.11.17  Spanien & Portugal  in Basel
11.11.17  Weinbörse  in Zürich
01.12.17  Rock'n'Wine  in Berschis

Bleiben Sie immer informiert

Mit unserem Newsletter erfahren Sie stets aus erster Hand über unsere Neuheiten und unsere Promotionen. Melden Sie sich gleich an.

Zur Newsletter-Anmeldung...