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Jean-Faure, St-Emilion AOC,

Ein Duftbild der himmlischen Art.

Jean-Faure, St-Emilion AOC
Rotwein | Frankreich | Bordeaux | St-Emilion
Jean-Faure, St-Emilion AOC
2012
CHF 40.00
75cl (OWC-6)
  • Frankreich
  • Cabernet Franc, Merlot, Malbec
  • Jetzt bis 2040
  • 16 - 18°C
  • 18 Monate in 40% neuen Barriques ausgebaut
  • 75cl (OWC-6)
  • FRA.242234.2012.F6
  • ab Lager

Bewertung

  • Gerstl
    19
    |
    20

Infos zum Wein

Degustationsnotiz

Frucht und Mineralität formen ein Duftbild der himmlischen Art, ganz fein und ebenso vielfältig und vor allem sehr edel. Sehr delikater tänzerischer Auftritt, der Wein wirkt im Antrunk extrem leicht, aber da sind Aromen ohne Ende, das ist purer Charme, die Tannine sind von allerbester Qualität, extrem fein und doch fest, eine gute Struktur bildend. Der Wein hat Klasse, aber vor allem wegen seiner Feinheit, seinem perfekt harmonischen Ganzen, alles an dem Wein ist unglaublich raffiniert, eigentlich ist alles perfekt, braucht es wirklich mehr Konzentration? Die Frage ist wozu, würde es dann mehr Spass machen, ihn zu trinken? Irgendwann in 10 Jahren wird man die Jahrgänge 2009, 2010 vergleichen, selbstverständlich werden 9 und 10 dominieren, aber werden sie auch so viel mehr Trinkspass machen? Ich weiss es nicht, aber ich kann mir vorstellen, dass 2012 sich in keiner Art und Weise verstecken muss. Burgunder Liebhaber werden wahrscheinlich sogar den 2012er bevorzugen. Olivier Decelle: Ich habe 2007 zum ersten Mal richtig den Wein gemacht, dann jedes Jahr etwas dazugelernt. 2012 entspricht stilistisch meinen Vorstellungen am meisten.

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Infos zum Produzenten

Meine Vermutung, dass dieser Wein bald einmal zu den überragenden der Region und somit von ganz Bordeaux gehören wird, hat sich bereits mit dem Jahrgang 2010 definitiv bestätigt. Er ist klar nochmals besser als der sensationelle 2009er. Blenden wir nochmals zurück: Jean Faure war lange Jahre das Weingut, das regelmässig den Titel schlechtester St. Emilion des Jahres für sich beanspruchte. Ich hatte auch noch das «Vergnügen», dass mich der ehemalige Besitzer einige Male in Bad Ragaz besuchte, um mir zu erklären, dass sein Weingut der Nachbar von Cheval-Blanc sei und die Weine eigentlich genauso gut, aber viel billiger. Mein Versuch, ihm schonend beizubringen, dass mir sein Wein nicht schmeckt, schlug regelmässig fehl und er kam immer wieder mit Musterflaschen vorbei. Wir haben uns bei der grossen Verkostung des neuen Jahrgangs in St. Emilion auch regelmässig über den miserablen Wein amüsiert, bis plötzlich der 2005er gar nicht mehr so schlecht war. Wir dachten damals allerdings, dass es in diesem überragenden Jahr selbst Jean-Faure nicht geschafft hatte, einen schlechten Wein zu produzieren. Hellhörig wurden wir erst, als der 2006er richtig gut war. Da fanden wir dann auch schnell heraus, dass es einen Besitzerwechsel gegeben hat. Dass der neue Besitzer Olivier Decelle heisst, ist ein Segen für alle Weinfreunde. Er hat das Weingut mit etwas List, einigem Glück und natürlich auch mit dem nötigen Kleingeld gekauft. Sehr beliebt gemacht hat er sich damit in der Region natürlich nicht, denn die reichen Château-Besitzer in der Umgebung waren schon lange in der Startlöchern, um dieses Weingut zu ergattern. Als die kamen, hatte Olivier den Vertrag aber schon unterschrieben, was für ein Glücksfall! Man kann sich leicht vorstellen, wenn andere dieses Weingut gekauft hätten, würden die Weine heute schon den x-fachen Preis kosten. Olivier Decelle ist Winzer aus Leidenschaft, selbstverständlich will und muss auch er mit seinen Weinen Geld verdienen, aber es ist nicht seine Idee, daraus ein Spekulationsobjekt zu machen. Und dass er in Sachen Qualität das maximal Mögliche herausholt, hat er schon eindrücklich bewiesen. Seit 2005 hat sich die Qualität von Jahr zu Jahr deutlich gesteigert und dies völlig unabhängig von der Jahrgangskonstellation. Es geht hier vor allem darum die Finesse zu betonen, deshalb wird der Wein in lediglich 40% neuen Barriques ausgebaut, ein beachtlicher Teil aber in 500 – 1500lt Holzfässern nach burgundischem Vorbild. Stilistisch wie auch qualitativ geht der Wein in eine ähnliche Richtung wie die grossen Nachbarn Cheval-Blanc, Vieux Certan und La Conseillante, auch das Terroir ist praktisch identisch mit jenen der berühmten Nachbarn. Der wesentlichste Unterschied zu diesen liegt im Preis.

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