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Gerstl Weinselektionen
Fegistrasse 5
8957 Spreitenbach, CH
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Dr. Deinhard (von Winning)

Wie aus dem Nichts ist in Rekordzeit ein neuer Stern am Weinhimmel
Deutschlands entstanden. Aber so ganz aus dem Nichts natürlich schon nicht. Der
Unternehmer Achim Niederberger hat das Weingut Dr. Deinhard gekauft und mit ihm das
grösste Lagenpotenzial der Pfalz. Er hat enorm viel Geld investiert und mit Stephan
Attmann einen Qualitätsfanatiker als Betriebsleiter angeheuert. Ein grosser Wein
entsteht im Weinberg - diesem obersten Prinzip folgend führt Aussenbetriebsleiter
Joachim Jaillet sein Spitzenteam, das mit grosser Energie, Akribie und Innovation daran
arbeitet, das Potenzial unserer Lagen voll zu nutzen, ohne dabei das Ökosystem Weinberg
zu stören; es sogar zu fördern. Kunstdünger und Herbizide finden in unserer Philosophie
des naturnahen, nachhaltigen Weinbaus keinen Platz. Im Frühjahr 2008 wurde der erste
Weinberg als Dichtpflanzung, mit der Stockdichte des Burgunds – ca. 9500 statt
üblicherweise unter 5000 Stöcke/ha – angelegt und für die Zukunft ist eine Ausweitung
dieses – kompromisslos auf Qualität abzielenden – Systems auf alle Top-Lagen geplant.
Der geringere Standraum hat zur Folge, dass die Reben in stärkerer Konkurrenz zueinander
stehen und deshalb ihren Ertrag natürlich reduzieren und auf der Suche nach Wasser schon
früh tief wurzeln. Die tiefe Wurzelung der Reben bringt nicht nur den einzigartigen
Charakter unserer verschiedenen Lagen noch mehr in die Trauben, sondern ermöglicht den
Pflanzen, extremer werdenden Wetterbedingungen – Starkregen, Hitzewellen – zu trotzen.
Die gesicherte Wasserversorgung hat ausserdem zur Folge, dass die Reben toleranter
gegenüber Konkurrenz anderer Pflanzen sind und wir durch eine vielfältige Begrünung –
die wiederum eine Vielzahl tierischer Nützlinge anlockt – die Biodiversität und dadurch
den Reichtum unseres Ökosystems unterstützen. Die Bearbeitung dieser besonderen
Weinberge findet mit einer Boden schonenden Schmalspurraupe statt. Das Verständnis des
Weinberges als Ökosystem und die Förderung der natürlichen Vorgänge, in Verbindung mit
bedingungslosem, qualitätsorientiertem Aktionismus am Rebstock ermöglicht es uns,
perfekte Trauben zu erzeugen, die im Keller auf respektvolle, schonende Weise bis zum
Wein begleitet werden können. Betriebsleiter Stephan Attmann ist dazu einer dieser ganz
Verrückten, einer der alle grossen Weine dieser Welt kennt und über alles liebt, einer
der für Wein lebt. In der unglaublich kurzen Zeit von 4 Jahren hat er nun das Weingut
aus dem Mittelmass an die absolute Spitze Deutschlands geführt und heute sagt er: «Wir
sind erst am Anfang, wir haben noch ein riesiges Potenzial, wir sind ungefähr beim
Village angelangt und möchten es noch zum Grand Cru bringen.» Vorbild für seine Weine
sind – wie könnte es anders sein – die grossen Burgunder. Selbstverständlich ist sich
Stephan bewusst, dass er mit dem Riesling eine Traubensorte pflegt, die dem Chardonnay
in qualitativer Hinsicht zumindest nicht nachsteht. Auch müssen sich die ganz grossen
Terroirs wie Kirchenstück, Langenmorgen oder Kalkofen sicher nicht hinter Montrachet
oder Batard verstecken. Attmann stellt denn auch fest, dass seine dichten,
konzentrierten extraktreichen Rieslinge Holz vertragen, ja geradezu Holz verlangen. So
werden denn sämtliche Grossen Gewächse im Holz ausgebaut. Dass man selbst Anteile von
Neuholz im Jungwein kaum erkennt, beweist, dass auch er Recht hat. Genauso wie Helmut
Dönnhoff Recht hat, mit seinem Credo, das jeglichen auch nur minimsten Holzeinsatz
ablehnt und genauso wie Peter Kühn Recht hat, wenn er Maischestandzeit und biologischen
Säureabbau für unabdingbar hält. Glücklicherweise für uns Weinliebhaber gibt es all
diese grossen Persönlichkeiten des Weins, die uns eine Fülle von ganz verschiedenen
Weinmonumenten bescheren.

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