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von Winning, Riesling trocken Grosses Gewächs, Kalkofen

Am Gaumen schönste Symphonie, die man sich vorstellen kann

von Winning, Riesling trocken Grosses Gewächs
Weisswein | Deutschland | Pfalz | Kalkofen
von Winning, Riesling trocken Grosses Gewächs
2017
Kalkofen
CHF 40.00
75cl (CT-6)
  • Deutschland
  • Riesling
  • 2022 bis 2055
  • 08 - 10°C
  • 75cl (CT-6)
  • DEU.248210.2017
  • ab Lager

Bewertung

  • Gerstl
    20
    |
    20

Infos zum Wein

Degustationsnotiz

Pirmin Bilger: Raffiniertes Duftbild mit einer Tiefgründigkeit der anderen Art. Ausladende, kalkhaltige Mine ra lität mit knackiger Zitrus frische und eleganten, würzigen Kräuter aromen bilden dieses komplexe und erhabene Orchester. Es zeigt am Gaumen die schönste Symphonie, die man sich vorstellen kann. Hier spielt alles perfekt aufeinander abgestimmt zusammen. Alles zeigt sich in vollkommener Harmonie und Balance. Säure trifft auf Frucht, Mineralität auf Kräuter, das ganze im Wechselspiel mit unglaublicher Länge. Das ist eine gewaltige, hochstehende Palette, die das Weingut von Winning 2017 gekeltert hat. Alles auf höchstem Niveau. Max Gerstl: Frucht und Mineralität kämpfen um den Logenplatz in diesem edlen Duftbild, Gewürze und florale Düfte schwingen im Hintergrund. Am Gaumen entpuppt er sich als verschmitztes Fruchtbündel, aber diese traumhafte Frucht ist nie dominant, das Aromenbild ist aus 1000 Feinheiten konstruiert, das ist ein ganz grosser, überaus edler Wein, das Ganze ist eine einzige Harmonie, eine verführerische Delikatesse mit immensem Potenzial.

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Infos zum Produzenten

Wie aus dem Nichts ist in Rekordzeit ein neuer Stern am Weinhimmel Deutschlands entstanden. Aber so ganz aus dem Nichts natürlich schon nicht. Der Unternehmer Achim Niederberger hat das Weingut Dr. Deinhard gekauft und mit ihm das grösste Lagenpotenzial der Pfalz. Er hat enorm viel Geld investiert und mit Stephan Attmann einen Qualitätsfanatiker als Betriebsleiter angeheuert. Ein grosser Wein entsteht im Weinberg - diesem obersten Prinzip folgend führt Aussenbetriebsleiter Joachim Jaillet sein Spitzenteam, das mit grosser Energie, Akribie und Innovation daran arbeitet, das Potenzial unserer Lagen voll zu nutzen, ohne dabei das Ökosystem Weinberg zu stören; es sogar zu fördern. Kunstdünger und Herbizide finden in unserer Philosophie des naturnahen, nachhaltigen Weinbaus keinen Platz. Im Frühjahr 2008 wurde der erste Weinberg als Dichtpflanzung, mit der Stockdichte des Burgunds – ca. 9500 statt üblicherweise unter 5000 Stöcke/ha – angelegt und für die Zukunft ist eine Ausweitung dieses – kompromisslos auf Qualität abzielenden – Systems auf alle Top-Lagen geplant. Der geringere Standraum hat zur Folge, dass die Reben in stärkerer Konkurrenz zueinander stehen und deshalb ihren Ertrag natürlich reduzieren und auf der Suche nach Wasser schon früh tief wurzeln. Die tiefe Wurzelung der Reben bringt nicht nur den einzigartigen Charakter unserer verschiedenen Lagen noch mehr in die Trauben, sondern ermöglicht den Pflanzen, extremer werdenden Wetterbedingungen – Starkregen, Hitzewellen – zu trotzen. Die gesicherte Wasserversorgung hat ausserdem zur Folge, dass die Reben toleranter gegenüber Konkurrenz anderer Pflanzen sind und wir durch eine vielfältige Begrünung – die wiederum eine Vielzahl tierischer Nützlinge anlockt – die Biodiversität und dadurch den Reichtum unseres Ökosystems unterstützen. Die Bearbeitung dieser besonderen Weinberge findet mit einer Boden schonenden Schmalspurraupe statt. Das Verständnis des Weinberges als Ökosystem und die Förderung der natürlichen Vorgänge, in Verbindung mit bedingungslosem, qualitätsorientiertem Aktionismus am Rebstock ermöglicht es uns, perfekte Trauben zu erzeugen, die im Keller auf respektvolle, schonende Weise bis zum Wein begleitet werden können. Betriebsleiter Stephan Attmann ist dazu einer dieser ganz Verrückten, einer der alle grossen Weine dieser Welt kennt und über alles liebt, einer der für Wein lebt. In der unglaublich kurzen Zeit von 4 Jahren hat er nun das Weingut aus dem Mittelmass an die absolute Spitze Deutschlands geführt und heute sagt er: «Wir sind erst am Anfang, wir haben noch ein riesiges Potenzial, wir sind ungefähr beim Village angelangt und möchten es noch zum Grand Cru bringen.» Vorbild für seine Weine sind – wie könnte es anders sein – die grossen Burgunder. Selbstverständlich ist sich Stephan bewusst, dass er mit dem Riesling eine Traubensorte pflegt, die dem Chardonnay in qualitativer Hinsicht zumindest nicht nachsteht. Auch müssen sich die ganz grossen Terroirs wie Kirchenstück, Langenmorgen oder Kalkofen sicher nicht hinter Montrachet oder Batard verstecken. Attmann stellt denn auch fest, dass seine dichten, konzentrierten extraktreichen Rieslinge Holz vertragen, ja geradezu Holz verlangen. So werden denn sämtliche Grossen Gewächse im Holz ausgebaut. Dass man selbst Anteile von Neuholz im Jungwein kaum erkennt, beweist, dass auch er Recht hat. Genauso wie Helmut Dönnhoff Recht hat, mit seinem Credo, das jeglichen auch nur minimsten Holzeinsatz ablehnt und genauso wie Peter Kühn Recht hat, wenn er Maischestandzeit und biologischen Säureabbau für unabdingbar hält. Glücklicherweise für uns Weinliebhaber gibt es all diese grossen Persönlichkeiten des Weins, die uns eine Fülle von ganz verschiedenen Weinmonumenten bescheren.

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