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von Winning, Riesling trocken Grosses Gewächs, Forster Ungeheuer

Eine grosse Wein-Persönlichkeit.

von Winning, Riesling trocken Grosses Gewächs
Weisswein | Deutschland | Pfalz | Forster Ungeheuer
von Winning, Riesling trocken Grosses Gewächs
2016
Forster Ungeheuer
CHF 36.00
75cl (CT-6)
  • Deutschland
  • Riesling
  • 2022 bis 2048
  • 08 - 10°C
  • 12.5 %
  • 75cl (CT-6)
  • DEU.246876.2016
  • ab Lager

Bewertung

  • Gerstl
    20
    |
    20

Infos zum Wein

Degustationsnotiz

Mineralische und florale Komponenten schwingen im Einklang, dazu dieser verblüffende Duft von Grüntee, den ich schon beim Kieselberg bemerkt habe und der mir bisher in den von Winningschen Weinen gar nie aufgefallen ist. Ist das wohl auch ein Phänomen dieses Überjahrgangs? Da ist Tiefgang ohne Ende, der Wein ist beinahe opulent süss, aber nur für den Bruchteil einer Sekunde, dann wird das von der sagenhaften Säure wegschwemmt und in die Länge gezogen, das ist unglaublich raffiniert, weil der Wein gleichzeitig ein knochentrockenes Finale präsentiert. Ich bin jetzt seit fast 2 Stunden dabei, diese sagenhafte 2016er von Winning-Palette regelrecht in mich aufzusaugen, jeder Wein ist völlig anders, jeder eine einzigartige Persönlichkeit, und ich freue mich, dass noch 3 weitere zur Verkostung bereit stehen.

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Infos zum Produzenten

Ein grosser Wein entsteht im Weinberg – nach diesem obersten Prinzip führen Betriebsleiter und Qualitätsfanatiker Stephan Attmann und Joachim Jaillet ihr Team. Er arbeitet mit grosser Energie, Akribie und Innovation daran, das Potenzial der erstklassigen Lagen voll zu nutzen, ohne dabei das Ökosystem Weinberg auch nur geringfügig zu stören. Im Gegenteil: Man will es sogar weiter fördern. Kunstdünger und Herbizide finden in der Philosophie des naturnahen, nachhaltigen Weinbaus keinen Platz. Im Frühjahr 2008 wurde der erste Weinberg als Dichtpflanzung mit der Stockdichte des Burgunds – ca. 9500 statt üblicherweise unter 5000 Stökke/ha – angelegt. Für die Zukunft ist eine Ausweitung dieses kompromisslos auf Qualität abzielenden Systems auf alle Top-Lagen geplant. Der geringere Standraum hat zur Folge, dass die Reben in stärkerer Konkurrenz zueinander stehen, deshalb ihren Ertrag natürlich reduzieren und auf der Suche nach Wasser schon früh tief wurzeln. Die tiefe Wurzelung der Reben bringt einerseits den einzigartigen Charakter der verschiedenen Lagen noch stärker in die Trauben. Anderseits ermöglicht sie es den Pflanzen, den im Laufe der Zeit immer extremeren Wetterbedingungen – Starkregen, Hitzewellen – zu trotzen. Durch die gesicherte Wasserversorgung sind die Reben toleranter gegenüber der Konkurrenz durch andere Pflanzen. Zudem wird durch eine vielfältige Begrünung – die wiederum eine Vielzahl tierischer Nützlinge anlockt – die Biodiversität und dadurch der Reichtum des Ökosystems unterstützt. Die Bearbeitung dieser besonderen Weinberge findet mit einer den Boden schonenden Schmalspurraupe statt. Viele Faktoren führen dazu, dass bei von Winning aus perfekt reifen Trauben im Keller auf respektvolle, schonende Weise grosse, erinnerungswürdige Weine erzeugt werden: Das Verständnis des Weinberges als Ökosystem, die Förderung der natürlichen Vorgänge und natürlich der kompromisslos qualitätsorientierte Aktionismus am Rebstock. Betriebsleiter Stephan Attmann ist zudem einer dieser ganz Verrückten! Einer, der alle grossen Weine dieser Welt kennt und über alles liebt. Einer, der buchstäblich für Wein lebt. In der unglaublich kurzen Zeit von nur 4 Jahren hat er das Weingut aus dem Mittelmass an die absolute Spitze Deutschlands geführt! Heute sagt er: «Wir sind erst am Anfang, wir haben noch ein riesiges Potenzial, wir sind ungefähr beim Village angelangt und möchten es noch zum Grand Cru bringen.» Vorbild für seine Weine sind – wie könnte es anders sein – die grossen Burgunder. Selbstverständlich ist sich Stephan bewusst, dass er mit dem Riesling eine Traubensorte pflegt, die dem Chardonnay in qualitativer Hinsicht zumindest nicht nachsteht.

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