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von Winning, Riesling trocken Grosses Gewächs, Forster Ungeheuer

Das aromatische Wunderwerk. Bewertung: 20/20.

von Winning, Riesling trocken Grosses Gewächs
Weisswein | Deutschland | Pfalz | Forster Ungeheuer
von Winning, Riesling trocken Grosses Gewächs
2018
Forster Ungeheuer
CHF 44.00
75cl (CT-6)
  • Deutschland
  • Riesling
  • 2024 bis 2050
  • 08 - 10°C
  • 75cl (CT-6)
  • DEU.249690.2018
  • Enthält Sulfite
  • Lieferung Frühjahr 2020

Bewertung

  • Gerstl
    20
    |
    20

Infos zum Wein

Degustationsnotiz

Max Gerstl: Er wirkt eher noch etwas verhalten im Duft, dennoch ist die Vielfalt beeindruckend, feinste Tropenfrucht trifft auf edle, raffinierte Mineralität. Am Gaumen zeigt er seine Qualitäten, die geniale, perfekt reife, hochfeine Säure, die perfekt darauf abgestimmte Fruchtsüsse, auf der Gaumenmitte explodiert er förmlich, das ist ein sinnliches Fruchtbündel mit genialer aromatischer Tiefe, da ist jede Menge cremig weicher Schmelz und es ist ein kleines aromatisches Wunderwerk, minutenlang nachklingend, spannungsgeladen und verführerisch.Pirmin Bilger: Das Terroir ist geprägt von schweren Böden, die vor allem aus Kalk, Ton, Lehm und Basalt bestehen. Da wir Fassproben probieren, offenbaren noch nicht alle Weine ihr ganzes Potential. Dieser Forster Ungeheuer zeigt sich ganz zart mit viel Zitrusfrische und herrlicher Mineralität. Es ist aber, als würde man diese ungeheure Energie förmlich spüren. Der Gaumen dann eine Wucht. Was für eine Kraft, die hier die Frucht an den Tag legt. Die Intensität ist gewaltig und überfährt einen förmlich. Auch die Säure lässt von Beginn an ihre Muskeln spielen und versprüht eine gewaltige Frische. Der Begriff «Ungeheuer» scheint mir in diesem Jahr sehr treffend zu sein – aber im Sinne von «ungeheuer gut». Auch die Länge, unglaublich, der Wahnsinn. Man hat das Gefühl, dass die Aromen nicht mehr verschwinden wollen.
 

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Infos zum Produzenten

Ein grosser Wein entsteht im Weinberg – nach diesem obersten Prinzip führen Betriebsleiter und Qualitätsfanatiker Stephan Attmann und Joachim Jaillet ihr Team. Er arbeitet mit grosser Energie, Akribie und Innovation daran, das Potenzial der erstklassigen Lagen voll zu nutzen, ohne dabei das Ökosystem Weinberg auch nur geringfügig zu stören. Im Gegenteil: Man will es sogar weiter fördern. Kunstdünger und Herbizide finden in der Philosophie des naturnahen, nachhaltigen Weinbaus keinen Platz. Im Frühjahr 2008 wurde der erste Weinberg als Dichtpflanzung mit der Stockdichte des Burgunds – ca. 9500 statt üblicherweise unter 5000 Stöcke/ha – angelegt. Für die Zukunft ist eine Ausweitung dieses kompromisslos auf Qualität abzielenden Systems auf alle Top-Lagen geplant. Der geringere Standraum hat zur Folge, dass die Reben in stärkerer Konkurrenz zueinander stehen, deshalb ihren Ertrag natürlich reduzieren und auf der Suche nach Wasser schon früh tief wurzeln. Die tiefe Wurzelung der Reben bringt einerseits den einzigartigen Charakter der verschiedenen Lagen noch stärker in die Trauben. Anderseits ermöglicht sie es den Pflanzen, den im Laufe der Zeit immer extremeren Wetterbedingungen – Starkregen, Hitzewellen – zu trotzen. Durch die gesicherte Wasserversorgung sind die Reben toleranter gegenüber der Konkurrenz durch andere Pflanzen. Zudem wird durch eine vielfältige Begrünung – die wiederum eine Vielzahl tierischer Nützlinge anlockt – die Biodiversität und dadurch der Reichtum des Ökosystems unterstützt. Die Bearbeitung dieser besonderen Weinberge findet mit einer den Boden schonenden Schmalspurraupe statt. Viele Faktoren führen dazu, dass bei von Winning aus perfekt reifen Trauben im Keller auf respektvolle, schonende Weise grosse, erinnerungswürdige Weine erzeugt werden: Das Verständnis des Weinberges als Ökosystem, die Förderung der natürlichen Vorgänge und natürlich der kompromisslos qualitätsorientierte Aktionismus am Rebstock. Betriebsleiter Stephan Attmann ist zudem einer dieser ganz Verrückten! Einer, der alle grossen Weine dieser Welt kennt und über alles liebt. Einer, der buchstäblich für Wein lebt. In der unglaublich kurzen Zeit von nur 4 Jahren hat er das Weingut aus dem Mittelmass an die absolute Spitze Deutschlands geführt! Heute sagt er: «Wir sind erst am Anfang, wir haben noch ein riesiges Potenzial, wir sind ungefähr beim Village angelangt und möchten es noch zum Grand Cru bringen.» Vorbild für seine Weine sind – wie könnte es anders sein – die grossen Burgunder. Selbstverständlich ist sich Stephan bewusst, dass er mit dem Riesling eine Traubensorte pflegt, die dem Chardonnay in qualitativer Hinsicht zumindest nicht nachsteht.

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