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von Winning, Riesling trocken Erste Lage, Deidesheimer Paradiesgarten

Einfach paradiesisch gut!

von Winning, Riesling trocken Erste Lage
Weisswein | Deutschland | Pfalz | Deidesheimer Paradiesgarten
von Winning, Riesling trocken Erste Lage
2017
Deidesheimer Paradiesgarten
CHF 24.00
75cl (CT-6)
  • Deutschland
  • Riesling
  • 2020 bis 2045
  • 08 - 10°C
  • in 500-Liter- und 1200-Liter-Holzfässern
  • 75cl (CT-6)
  • DEU.248207.2017
  • ab Lager

Bewertung

  • Gerstl
    19
    |
    20

Infos zum Wein

Degustationsnotiz

Max Gerstl: Ich kann nicht beschreiben, was es ist, aber dieser Wein hat einfach eine ganz spezielle Faszination. Es ist eine Mischung aus Charme und Noblesse, man weiss nie, ob das eine oder das andere Element die Überhand hat. Auch am Gaumen umgarnt mich der Wein mit seinem unwiderstehlichen Charme. Wenn die Weine so überschwenglich charmant sind, fehlt ihnen oft etwas die Präzision. Nicht so bei diesem Paradiesgarten, das ist pure, strahlende Klarheit, der hat gewaltig Zug drauf, das ist ein sensationeller Rassekerl, genau wie bei Christmann, nur ist dieser hier noch etwas strukturierter als der sanftere Wein von Christmann. Das ist ein ganz feiner Kerl, einer, der seine Aromen ganz besonders schön in Szene setzt.
Pirmin Bilger: Einfach paradiesisch gut!

Genussempfehlung

Das ist so ein Wein, der überall und immer schmeckt, zum Aperitif, zum Essen sowieso und praktisch zu jedem Gericht, als Erfrischung an heissen Sommertagen, aber auch als Gesprächsbegleiter am Kamin im Winter bringt er mit seiner Frische Licht ins Dunkel.

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Infos zum Produzenten

Wie aus dem Nichts ist in Rekordzeit ein neuer Stern am Weinhimmel Deutschlands entstanden. Aber so ganz aus dem Nichts natürlich schon nicht. Der Unternehmer Achim Niederberger hat das Weingut Dr. Deinhard gekauft und mit ihm das grösste Lagenpotenzial der Pfalz. Er hat enorm viel Geld investiert und mit Stephan Attmann einen Qualitätsfanatiker als Betriebsleiter angeheuert. Ein grosser Wein entsteht im Weinberg - diesem obersten Prinzip folgend führt Aussenbetriebsleiter Joachim Jaillet sein Spitzenteam, das mit grosser Energie, Akribie und Innovation daran arbeitet, das Potenzial unserer Lagen voll zu nutzen, ohne dabei das Ökosystem Weinberg zu stören; es sogar zu fördern. Kunstdünger und Herbizide finden in unserer Philosophie des naturnahen, nachhaltigen Weinbaus keinen Platz. Im Frühjahr 2008 wurde der erste Weinberg als Dichtpflanzung, mit der Stockdichte des Burgunds – ca. 9500 statt üblicherweise unter 5000 Stöcke/ha – angelegt und für die Zukunft ist eine Ausweitung dieses – kompromisslos auf Qualität abzielenden – Systems auf alle Top-Lagen geplant. Der geringere Standraum hat zur Folge, dass die Reben in stärkerer Konkurrenz zueinander stehen und deshalb ihren Ertrag natürlich reduzieren und auf der Suche nach Wasser schon früh tief wurzeln. Die tiefe Wurzelung der Reben bringt nicht nur den einzigartigen Charakter unserer verschiedenen Lagen noch mehr in die Trauben, sondern ermöglicht den Pflanzen, extremer werdenden Wetterbedingungen – Starkregen, Hitzewellen – zu trotzen. Die gesicherte Wasserversorgung hat ausserdem zur Folge, dass die Reben toleranter gegenüber Konkurrenz anderer Pflanzen sind und wir durch eine vielfältige Begrünung – die wiederum eine Vielzahl tierischer Nützlinge anlockt – die Biodiversität und dadurch den Reichtum unseres Ökosystems unterstützen. Die Bearbeitung dieser besonderen Weinberge findet mit einer Boden schonenden Schmalspurraupe statt. Das Verständnis des Weinberges als Ökosystem und die Förderung der natürlichen Vorgänge, in Verbindung mit bedingungslosem, qualitätsorientiertem Aktionismus am Rebstock ermöglicht es uns, perfekte Trauben zu erzeugen, die im Keller auf respektvolle, schonende Weise bis zum Wein begleitet werden können. Betriebsleiter Stephan Attmann ist dazu einer dieser ganz Verrückten, einer der alle grossen Weine dieser Welt kennt und über alles liebt, einer der für Wein lebt. In der unglaublich kurzen Zeit von 4 Jahren hat er nun das Weingut aus dem Mittelmass an die absolute Spitze Deutschlands geführt und heute sagt er: «Wir sind erst am Anfang, wir haben noch ein riesiges Potenzial, wir sind ungefähr beim Village angelangt und möchten es noch zum Grand Cru bringen.» Vorbild für seine Weine sind – wie könnte es anders sein – die grossen Burgunder. Selbstverständlich ist sich Stephan bewusst, dass er mit dem Riesling eine Traubensorte pflegt, die dem Chardonnay in qualitativer Hinsicht zumindest nicht nachsteht. Auch müssen sich die ganz grossen Terroirs wie Kirchenstück, Langenmorgen oder Kalkofen sicher nicht hinter Montrachet oder Batard verstecken. Attmann stellt denn auch fest, dass seine dichten, konzentrierten extraktreichen Rieslinge Holz vertragen, ja geradezu Holz verlangen. So werden denn sämtliche Grossen Gewächse im Holz ausgebaut. Dass man selbst Anteile von Neuholz im Jungwein kaum erkennt, beweist, dass auch er Recht hat. Genauso wie Helmut Dönnhoff Recht hat, mit seinem Credo, das jeglichen auch nur minimsten Holzeinsatz ablehnt und genauso wie Peter Kühn Recht hat, wenn er Maischestandzeit und biologischen Säureabbau für unabdingbar hält. Glücklicherweise für uns Weinliebhaber gibt es all diese grossen Persönlichkeiten des Weins, die uns eine Fülle von ganz verschiedenen Weinmonumenten bescheren.

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