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Schloss Saarstein, Riesling BA, Serriger Schloss Saarsteiner

Ein kleines Weinmonument.

Schloss Saarstein, Riesling BA
Süsswein | Deutschland | Mosel-Saar-Ruwer | Saar
Schloss Saarstein, Riesling BA
2011
Serriger Schloss Saarsteiner
CHF 75.00
37.5cl (CT-12)
  • Deutschland
  • Riesling
  • 2030 bis 2100
  • 37.5cl (CT-12)
  • DEU.248544.2011
  • ab Lager

Bewertung

  • Gerstl
    20
    |
    20

Infos zum Wein

Degustationsnotiz

Der Duft zeigt sich erstaunlich dezent, aber sagenhaft raffiniert, feinste Frucht trifft auf florale Nuancen, wie man es sich sinnlicher nicht vorstellen könnte. Dieser so sagenhaft feine, filigrane Duft ist von eindrücklicher Komplexität, obwohl er noch total von der Primärfrucht geprägt ist. Der strahlt so eine sagenhafte Frische aus, mit feinster, glockenklarer Botrytis ganz dezent im Hintergrund. Auch am Gaumen ist das ein unglaublich feiner Kerl, feinste Rasse verbindet sich mit edlem Schmelz, die Konzentration ist enorm, der Wein beeindruckt total, ist jetzt schon ein himmlisches Erlebnis, obwohl er höchstens 70% seines immensen Potenzials offenbart. Irgendwie erinnert er mich an einen 1971er - einer der allergrössten Jahrgänge für edelsüsse Rieslinge in Deutschland. Der hat auch diese perfekte Harmonie zwischen irre rassiger Säure und köstlicher Fruchtsüsse. Da verbirgt sich ein kleines Weinmonument. Der minutenlange, sagenhaft komplexe und tiefgründige Nachhall lässt erahnen, welch immenses Potenzial noch in diesem Wein steckt.

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Infos zum Produzenten

In Serrig, dem südlichsten Weinort der Saar, wird seit Römertagen Weinbau betrieben. 1956 kaufte der Vater des heutigen Inhabers Christian Ebert das Gut, stellte einen Kellermeister ein und führte das Weingut zurück an die Spitze der Region. Auf Schloss Saarstein wird naturnaher Weinbau betrieben, allerdings ohne Zertifikat, denn Ebert möchte sich immer ein paar Optionen offen lassen. Wildschweine, die gelegentlich den Weinberg zu verwüsten drohen, schiesst Christian Ebert selber. Für deutsche Verhältnisse eher ungewöhnlich, liegt das Weingut inmitten einer arrondierten Weinlage mit ähnlicher Exposition und einheitlichem Boden. Die Ausrichtung nach Süd und Südwest gewährleistet eine perfekte Sonneneinstrahlung. Der Boden aus Grauschiefer erwärmt sich leicht und speichert die Hitze des Tages. Er ist der perfekte Untergrund für den Riesling, der mehr als 90 Prozent der Rebfläche in den extremen Steillagen ausmacht. Die wurzelechten Anlagen von 1943 und 1960 wurden erhalten und werden sorgfältig von Hand bearbeitet. So ein brillantes Süsse-Säure-Spiel im Wein bei enormer Filigranität findet sich nur an der Saar – und bei Schloss Saarstein zu einem überaus sympathischen Preis.

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