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Gerstl Weinselektionen
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Conterno Aldo, Barolo Bussia Colonnello

Ein Top-Wert!

Conterno Aldo, Barolo Bussia Colonnello
Rotwein · Italien · Piemont · Barolo
Conterno Aldo
2014
Barolo Bussia Colonnello, Barolo DOCG
CHF 105.00
  • Italien
  • Nebbiolo
  • Jetzt bis 2040
  • 16 - 18°C
  • 75cl (CT-6)
  • ITA.248306.2014
  • Enthält Sulfite
  • ab Lager

Bewertung

  • Robert Parker
    92
    |
    100
  • Lobenberg
    93-94
    |
    100

Infos zum Wein

Degustationsnotiz

Lobenberg: Das hier ist der untere Teil des Bussia-Weinberges. Weisser Lehm und aufgelöster Kalkstein mit Metalleinsprengseln. Darüber und an den Seiten liegen die Crus Colonnello und Cicala sowie der Romirasco, aus dessen Herzen dann auch der Gran Bussia kommt. Aus der Kuppe des Weinberges stammt der Chardonnay Bussiador. Bussia gilt neben Ginestra als die beste Grosslage des Ortes Monforte. In Monforte entstand früher eben auch der Monfortino des Cousins Giacomo Conterno, der aber heute in Serralunga erzeugt wird. Der Bussia bleibt mit der Gärung ca. 5-6 Wochen auf der Maische und wird nach der Malo ca. 30 Monate im grossen Holz ausgebaut. Es gibt 2014 nur die Hälfte der Menge, nur etwas über 10.000 Flaschen aus extrem kleinen Erträgen. Beerenernte statt Traubenernte nannte Giacomo Conterno das in der Probe. Die Nase zeigt sehr viel Charme. Feiner Kirschduft, aber auch feine Mineralität, Stein, Salz. Der Mund ist dann die Überraschung. Der Wein hat enorm hohe Säure, kommt total crispy rüber. Ist salzig, packt zu und ist trotzdem charmant. Sauerkirsche und süsse Kirsche, ganz viel Salz, ganz viel Gesteinsmehl. So intensiv, so lang. Und wenn ich bisher bei vielen Erzeugern in 2014 beeindruckt war ob dieser Ähnlichkeit zum charmanten 2011, so würde ich bei 2014 und Aldo Conterno sagen: Der Charme ist da, aber gegenüber 2011 hat die Intensität deutlich zugenommen. Der niedrige Ertrag ist der Schlüssel für die Grösse des Jahrgangs. Wir haben deutlich höhere Säure. Der Wein ist knackiger, intensiver. Das ist kein kleiner Jahrgang, das ist nicht verdünnt, nichts weichgespült. Das ist ein intensiver Barolo, aber ohne die Tanninhärte eines 2013er oder eines 2010. Keinerlei Bitterkeit trübt die Freude. Trotzdem braucht der Wein 3, wenn nicht gar 4 Jahre, um die Seidigkeit, die er heute andeutet, auch in den Mund zu bringen. Samt und Seide wird er haben, aber Frische und Dampf wird er behalten. Das ist ein ganz hervorragender Bussia und alle Konsumenten mögen sich daran erinnern, dass dieser 2014 sowohl früh genussfähig als auch gleichzeitig lange lagerfähig sein wird. Ein Top-Wert!

Vinifikation

Ausgebaut 28 Monate in grossen Eichenfässern.

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Infos zum Produzenten

Ab dem Jahrgang 1969 ging Aldo Conterno seinen eigenen Weg mit den Lagen bei Bussia. Vorher verfeinerte er sein Weinwissen von 1954-59 im Napa Valley, indem er dort einem Familienmitglied half, eine Weinkellerei aufzubauen. Dort realisierte er das einzigartige Projekt, die Weinberge auf den Hügeln anzulegen. Die Trennung der Brüder hatte etwas mit ihrer Philosophie zu tun. Aldo wollte feinere, delikatere und weichere Weine machen, ohne als Modernist zugelten.2012 starb Aldo, doch schon in den 90er- Jahren hatte er seine Söhne Franco, Giacomo und Roberto in die Weinbereitung einbezogen. Sie durften sogar für die Produktion von Chardonnay französische Barriques einsetzen. Die Lagen in Bussia Soprana zählen zu den besten der Region. Auf kompaktem, dunkel grauem Sand, weissem und rotem Lehm und weissem und blauem Mergel wird biologisch gearbeitet (nicht zertifiziert). Die Gesamt pro duktion von 80’000 Flaschen auf 28 ha lässt auf eine deutliche Reduktion von 25hl/ha schliessen, so arbeiten Bioweingüter. Es gibt keine Zukäufe und man orientiert sich ausschliesslich an der höchsten Qualität.Dazu tragen fünf grüne Lesegänge im Juni, Juli und August sowie noch zwei bis drei weitere ca. zwei Wochen vor der Ernte bei. Das führt zur frühen Vollreife mit sehr feiner Säureintegration. Nach kompletter Entrappung kommt es zu einem fünfwöchigen Schalen kontakt, danach liegen die Weine 2-3 Jahre in 2,5 hl grossen, gebrauchten Holzfässern. Aldo sagte einmal von seinen Weinen: «Ein schrecklicher Wein in seiner Jugend, aber im Alter eine wunderbare Komposition von Düften und Aromen.» Mit Degustationsnotizen von unserem Freund Heiner Lobenberg.

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