zur Startseite zur Hauptnavigation zum Hauptinhalt zum Kontaktformular zum Suchformular

Domaine Thierry Mortet, Passetoutgrain

Pirmin Bilger: Sinnliches Bouquet.

Domaine Thierry Mortet, Passetoutgrain
Rotwein · Frankreich · Burgund
Domaine Thierry Mortet
2019
Passetoutgrain, Bourgogne Pinot Noir AOC
CHF 22.00
  • Frankreich
  • 67% Gamay, 33% Pinot Noir
  • 2022 bis 2030
  • 16 - 18°C
  • 12.5 %
  • 75cl (CT-6)
  • FRA.252662.2019
  • Enthält Sulfite
  • ab Lager

Bewertung

  • Gerstl
    18
    |
    20
  • Lobenberg
    91+
    |
    100

Infos zum Wein

Degustationsnotiz

Pirmin Bilger: Ich liebe die Eleganz in den Weinen von Thierry Mortet. Weine welche nie laut sondern immer sehr filigran wirken. Die Klasse dieses vermeintlich einfachem Bourgogne überzeugt auf der ganzen Linie. Ein sinnliches Bouquet mit einem Mix aus schwarz- und rotbeeriger Frucht verbindet sich mit zarten würzigen Aromen. Fruchtig und frisch der Auftakt am Gaumen mit einem vollmundigen und gleichzeitig elegantem Körper. Feinste Gerbstoffe geben dem Wein diese besondere Geschmeidigkeit, was ihn enorm trinkfreudig macht. Obwohl noch sehr jung bereitet der Passetoutgrain schon jetzt enorm viel Freude und Genuss.

Lobenberg: Thierry Mortet ist der Bruder des bekannten Denis Mortet. Alle Weinberge waren früher im Besitz des Vaters, durch Erbteilung wurden die Weinberge aufgeteilt. Das heisst wir sind hier qualitativ auf dem selben Level wie beim legendären Weingut Denis Mortet, wo der Bruder von Thierry leider auf so traurige Weise durch Freitod umkam, und der Sohn es nun aber mit viel Erfolg hervorragend weiterführt. Bei Thierry gab es zum Glück immer eine Stabilität, im Leben wie im Wein. Der Bourgogne Passetoutgrain ist ein in früheren Zeiten sehr häufig geübter Balanceakt aus zwei Dritteln Gamay und einem Drittel Pinot Noir. Die Gamay ist hier fast 70 Jahre alt. Beide Rebsorten wachsen in Weinbergen nördlich von Dijon, ein sehr spezielles, etwas abseits gelegenes Terroir. Sehr expressive, frische Nase, Cassis und Brombeere, ein Fruchtwunder. Geniale Säurespur, die dem Wein eine schicke Länge und saftigen Trinkfluss verleiht. Das ist ein zutiefst gastronomischer Wein, er gehört auf den Mittagstisch eines jeden Bistros zwischen Dijon und Beaune, weil er so verspielt, beschwingt und feinfruchtig ist, dass er jedes Mahl mit seiner freudestrahlenden Präsenz bereichert. Rote und schwarze Johannisbeere verbinden sich im Mund und changieren in die Brombeere hinein. Total zarte Tannine, die eher an einem Beaujolais als einen Burgunder erinnern. Das ist toller Stoff und speziell für Menschen perfekt, denen ein Basis-Pinot Noir manchmal zu schlank daherkommt. Dieses Extra an Frucht gibt einen zusätzlichen Kick.

Wein-PDF zum Download

Infos zum Produzenten

1984 übernahmen die Gebrüder Thierry und Denis Mortet die Familiendomaine Charles Mortet & Fils. Im Jahr 1992 teilten sie die Domaine auf, und jeder ging seinen eigenen Weg. Während es Denis Mortet mit seinem modernen Vinifikations-Stil schnell zu Weltruhm schaffte, fand Thierry in den ersten Jahren mit seinem traditionellen Stil etwas weniger Beachtung. In jüngster Zeit kommt man immer mehr zur alten Burgunder Tradition zurück. Thierry Mortets mit Leidenschaft und Akribie erzeugte Weine finden immer mehr Anklang. Naturnaher Rebbau, Präzision bei der Ernte und schonende Vinifikation führen zu charaktervollen und lagentypischen Weinen, die begeistern. Thierry Mortet arbeitet schon seit vielen Jahren biologisch, ab dem Jahrgang 2010 ist er auch zertifiziert. Man hört ja oft den Spruch, die Weine sind wie der Winzer. Selten trifft das so haargenau zu wie hier. Genauso charmant und nobel zurückhaltend, aber präzis im Ausdruck wie Thierry Mortet selbst sind auch seine Weine. Wenn man erlebt hat, mit welcher Präzision und Hingabe Thierry Mortet bei der Ernte arbeitet, hat man auch die Erklärung, warum er so überaus klare, ausdrucksstarke Weine mit sehr viel Persönlichkeit erzeugt. Man hat ja eine gewisse Vorstellung, wie ein typischer Burgunder idealerweise schmecken sollte. Diesem Idealbild von Burgunder Weinen kommen die Weine von Thierry Mortet sehr nahe. Es gibt ja den eher modernen Burgunder Stil wie etwa jenen von Perrot-Minot, den traditionellen wie etwa jenen von Vogüé, Rousseau oder Bonneau du Martray oder auch den fast schon revolutionären – aber in Wirklichkeit wohl extrem traditionellen – Stil von Guyon. Thierry Mortet ist am nächsten bei den traditionellen, gibt aber den Weinen genau jenen Schuss Moderne, der die Weine noch etwas runder und präziser erscheinen lässt. Wahrscheinlich ist aber das, was man in seinem Stil als etwas moderner empfindet, ganz einfach die noch etwas präzisere Reife des Traubengutes. Handwerklich stufe ich Thierry Mortet heute in die gleiche Kategorie wie Armand Rousseau und Comte de Vogüé ein. Er hat leider nicht das gleiche Lagenpotenzial wie letztere, aber er pflegt den gleichen klassischen Burgunderstil und erreicht heute bei vergleichbaren Lagen eine ähnliche Perfektion.

zur Produzentenseite

Weitere Weine des Produzenten

alle Produkte des Produzenten

Gerstl Weinselektionen · Sandäckerstrasse 10 · CH-8957 Spreitenbach
Telefon +41 58 234 22 88 · info@gerstl.ch