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Château Phélan-Ségur

Château Phélan-Ségur
Rotwein · Frankreich · Bordeaux · Médoc · St-Estèphe
Château Phélan-Ségur
2014
St-Estèphe AOC
CHF 550.00
  • Frankreich
  • Cabernet Sauvignon, Merlot, Cabernet Franc
  • 2023 bis 2040
  • 14 - 16°C
  • 13.0 %
  • 600cl (OWC-1)
  • FRA.244223.2014.I1
  • Enthält Sulfite
  • ab Lager

Bewertung

  • Gerstl
    18+
    |
    20

Infos zum Wein

Degustationsnotiz

Als wir auf dem Weingut ankommen, macht uns Véronique Dausse, die Direktorin gleich auf einen Fehler in unseren Mailings aufmerksam. Phélan-Ségur ist schon seit 2007 kein Cru Bourgeois mehr, will es nicht sein. Das ist verständlich, Phélan ist schon lange deutlich höher einzustufen, als ein Cru Bourgeois. Nur – für uns ist das gar nicht so wichtig, Phélan ist Phélan, seit vielen Jahren einer der wichtigsten Weine in unserem Bordeaux Sortiment. Sein Name zählt, nicht das Klassement, dies eben gerade weil er qualitativ so viel mehr bietet, als die Hierarchie es vermuten lassen würde.
Ausgeprägt würziger Duft, wunderschöne Kräuter, bis hin zu einem köstlichen Hauch Minze, der zusätzliche Frische bringt. Am Gaumen ist Feinheit angesagt, die Tannine sind wie Samt, der Wein schmeichelt den Gaumen, ist extrem dicht und konzentriert, bleibt aber wunderbar schlank, traumhaft süsses Extrakt, frische rassige Aromatik, ein delikater Finessen Phélan, aber auch ein eindrückliches Karftbündel, wunderschön, der Wein ist richtig sexy. Nachdem wir die Vertikale bis 2006 zurückprobiert haben, kann man zwei Dinge klar festhalten: 1. Die eindrückliche Qualität sämtlicher Jahrgänge inkl. dem erstaunlichen 2013er. 2. Dass 2014 nach 2010 zusammen mit 2009 der beste in dieser Serie ist.

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Infos zum Produzenten

Phélan-Ségur ist nicht nur in Bezug auf das Preis-Genuss-Verhältnis etwas vom Allerbesten, was in Bordeaux produziert wird, sondern auch absolut gesehen. Die in Stein gemeisselte Bordeaux-Klassifikation von 1855 hat Vor- und Nachteile. Ein Nachteil ist sicher, dass so eine Klassifikation gar nie ganz stimmen kann. Die Weingüter wurden damals überwiegend auf Grund ihres Verkaufspreises klassiert. Besondere wirtschaftliche Umstände sowie das Terroirpotenzial wurden kaum in die Waagschale geworfen. Zudem konnte natürlich die künftige Entwicklung nicht vorausgesehen werden. Veränderungen, die es in 150 Jahren naturgemäss gibt, wurden nie berücksichtigt. Sie werden es wohl in absehbarer Zeit auch nicht, zu unterschiedlich sind die Interessen, als dass man sich auf eine neue Klassifikation einigen könnte. So ist denn halt Phélan-Ségur auch heute noch «nur» ein Cru Bourgeois, obwohl hier schon seit vielen Jahren Weine erzeugt werden, die locker mit den Crus Classés der Appellation mithalten können. Bereits 1990 wurde hier ein Wein produziert, der sich heute hinter den berühmten Namen überhaupt nicht zu verstecken braucht. Und damals wurde auf dem Weingut bei weitem noch nicht mit der gleichen Sorgfalt gearbeitet wie heute. Das zeigt schon, dass das Terroir von Phélan nicht schlechter ist als jenes der Crus Classés von St. Estèphe. Einige unserer Kunden erinnern sich sicher auch noch an die Blindprobe der 2003er, wo Phélan zwischen Montrose und Cos d’Estournel stand und letztlich am meisten Stimmen erhielt, als wir die Leute fragten, wer welchen Wein am liebsten hatte. Auch wenn man ein solches Ergebnis nicht überbewerten darf, zumindest zeigt es, dass Phélan einigermassen in der gleichen Liga mitspielt wie die beiden grossen Brüder. Einen Vorteil daraus gibt es dennoch für die Weinfreunde. Die Weine von Phélan-Ségur werden immer sehr preiswert bleiben, die Klassifikation Cru Bourgeois hält sie von jeglicher Spekulation fern.

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