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Mascarello Giuseppe, Barolo DOCG, Monprivato

Grandiose, komplexe Finesse, wie es besser nicht sein kann.

Mascarello Giuseppe, Barolo DOCG
Rotwein | Italien | Piemonte | Barolo
Mascarello Giuseppe, Barolo DOCG
2013
Monprivato
CHF 115.00
75cl (CT-6)
  • Italien
  • Nebbiolo
  • 2022 bis 2052
  • 75cl (CT-6)
  • ITA.248293.2013
  • ab Lager

Bewertung

  • Gerstl
    19+
    |
    20
  • Robert Parker
    95
    |
    100
  • Wine Spectator
    96
    |
    100
  • Lobenberg
    97-100
    |
    100

Infos zum Wein

Degustationsnotiz

Der Wein wächst in Castiglione Falletto in einer 6,3 Hektar großen Monopollage. Seit 1990 in Alleinbesitz. Die Lage ist seit Jahrhunderten bekannt, wurde aber erstmals 1970 als Einzellage erwähnt und gelabelt. Zu 100% Kalkstein und etwas Kreide, das Hammerterroir für Komplexität, Eleganz und Feinheit. In Edelstahl fermentierter Wein, Ausbau in großen Holzfässern. Traditionell eben. Bei Mascarello wird Barolo immer ein Jahr später probiert und auf den Markt gebracht. Langsame Weine voller Emotionalität, der Berater und Önologe ist der gleiche wie bei Giacomo Conterno. Der 2013er Wein ist gerade erst unterwegs zu uns. Und 2013, obwohl es ein sehr maskulines Jahr war, präsentiert sich nach 24 Stunden Belüftung (man hat ihn gestern für uns dekantiert) fast noch feiner als 2012 und 2011. Etwas weniger voluminös, etwas zarter, dabei mit unterschwellig größerer Kraft. Sattes aber total poliertes Tannin. Sehr verspielt, tolle reife Note. Reife Zwetschgen, rote Kirsche, ein bisschen Himbeere und Erdbeere. Sehr fein, zart, lang, mit einer schönen kreidigen Kalksteinspur darunter. Leichte Salznote. Aber auch floral. Etwas Vergissmeinnicht, Rosenblätter, Jasmin. Berauschend, aber ganz ätherisch fein. Eher verspielt und filigran in der Nase. Die Erdbeer-, Himbeernoten noch vor der Kirsche sind auch die Dominanten im Mund. Aber so zart, so unglaublich verspielt. Ich hätte mit diesem maskulinen Jahrgang nicht so etwas extrem Feines erwartet. Ich muss dazu sagen, dass diese Flasche schon ein paar Stunden auf ist und dementsprechend eine lange Dekantierphase hinter sich hat. So wie ich es jedem Konsumenten nur empfehlen kann. Machen sie ihn mittags auf um ihn abends zu trinken. Dann ist es aber eine so unglaublich raffinierte, komplexe Feinheit. Der Wein endet im Unendlichen. Alles spielt. Es ist ein langsam vergorener Wein mit langem Ausbau. Der Wein ist noch feiner als die meisten Weine aus Monforte. Das ist in einer Raffiniertheit und Verspieltheit wie die schönsten Weine von Roberto Voerzio ohne ganz dessen Dichte zu erreichen. Im Nachhall wieder Himbeere, Erdbeere. Ein bisschen rote Kirsche und Zwetschge aber auch Orangenschale, Hagebutte und etwas rote Johannisbeere. Der Mund bleibt für Minuten so fein berührt. Die Sinne werden komplett eingenommen. Aber nie ist etwas wuchtig. Es bleibt immer ganz fein. Wo sind wir hier? Wir sind hier bei einem gereiften Vina Tondonia aus der Rioja, bei einem zwanzig Jahre altem Chateau Musar aus dem Libanon. Nur viel zarter. Das ist eine so grandiose, komplexe Finesse, wie es besser nicht sein kann, wenn man denn diese zarte Verspieltheit liebt. Dieses Hintergründige, dieses extrem Emotionale, ohne das es einem schon vorne entgegen springt.

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