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Clos Manou, Médoc AOC

Ein ganz grosser Wein, ohne Wenn und Aber. Bewertung: 19+/20.

Clos Manou, Médoc AOC
Bordeaux 2018 Subskription | Frankreich | Bordeaux | Médoc
Clos Manou, Médoc AOC
2018
CHF 57.00
150cl (OWC-3)
  • Frankreich
  • Cabernet Sauvignon, Merlot, Cabernet Franc, Petit Verdot
  • 2028 bis 2055
  • 14 - 16°C
  • 150cl (OWC-3)
  • FRA.249215.2018.M3
  • Enthält Sulfite
  • auf Anfrage

Bewertung

  • Gerstl
    19+
    |
    20
  • Lobenberg
    97-100
    |
    100

Infos zum Wein

Degustationsnotiz

52% Cabernet Sauvignon, 38% Merlot, 5% Cabernet Franc, 5% Petit Verdot.

Dieses kleine Weingut liegt im äussersten Norden des gesamten Médoc-Gebiets, weit nördlich von Saint Estèphe. Der Nachbar ist Château Haut-Maurac. Clos Manou wird vom Besitzer Stéphane Dief persönlich bearbeitet. Zwar in einer nicht zertifizierten, aber extrem biologischen Weinbergsbearbeitung mit winzigen Erträgen, Dichtpflanzung (über 10'000 Stöcke pro Hektar). Ertrag pro Pflanze unter 500 Gramm, winzige Träubchen, sehr tief und nahe am Stamm. Wenn man die wahnsinnige Arbeit von Stéphane im Keller sieht, wird einem schwindelig. Er hat spezielle Rütteltische zur Entrappung, inzwischen sogar optische Nachsortierung der Trauben. Die Gärung erfolgt in Beton und Holz, Ausbau zum Teil auch in Betonamphoren. Hier wird nichts unversucht gelassen. Stéphane ist ein echter Qualitäts-Fanatiker. Wäre hier nicht Haut-Médoc, sondern Pauillac, wären seine Weine - zusammen mit Pontet-Canet - immer im 100-Franken-Bereich. Das ist seit vielen, vielen Jahren grosses Kino und wird aufgrund der Randlage und zahlreicher Etikettentrinker total unterbewertet. Clos Manou kann man seit den Jahren 09, 10 und vielleicht schon ab 05 nicht mehr mit den normalen Vergleichsmassstäben des Médoc und Haut-Médoc werten. Wer schon mal auf dem Château war, wer gesehen hat, wie in dieser Dichtbepflanzung mit den winzigsten Erträgen pro Stock einfach diese extrem feinen Finessenweine gewonnen werden, die gleichzeitig diese irre Spannung aufweisen, der nimmt Abschied von der Klassifikation von Bordeaux.

Max Gerstl: Das ist ein ganz grosser Wein, ohne Wenn und Aber. Was da aus dem Glas strahlt, ist grosse Klasse, sagenhaft tiefgründig, irre komplex, eine grosse, sehr edle Persönlichkeit. Der rivalisiert in jeder Hinsicht mit den ganz grossen Weinen von Bordeaux. Dieses schlanke Kraftbündel vibriert förmlich, da ist gewaltig Energie drin und Spannung ohne Ende, das Faszinierendste ist seine Leichtigkeit bei enormer Dichte und Fülle. Was Stéphane Dief und seine Equipe im Norden des Médoc leisten, ist beeindruckend. Der fanatische Winzer kennt natürlich jeden Rebberg der Region, und wenn irgendwo ein überragender zu kaufen ist, schlägt er zu und verkauft dafür einen schwächeren. So verfügt das Weingut über genauso gute Terroirs wie die absoluten Top-Châteaux. In Sachen akribischer Arbeit ist Dief sowieso auf Augenhöhe mit diesen.

Pirmin Bilger: Am Gaumen pure, hochreife Kirschfrucht und Blaubeere, vermischt mit einer schon fast elektrisierenden Frische. Die Gerbstoffe butterzart und genial feinkörnig. Was für eine strahlende Eleganz, die diese Kraft mit tänzerischer Leichtigkeit über den Gaumen trägt. Wiederum eine grandiose Meisterleistung.

Lobenberg: Das wird ein unglaublicher Langläufer, das ist besser als je zuvor und kann problemlos mit in der Topliga der klassifizierten Weine mithalten. 97-100/100

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Infos zum Produzenten

Dass wir dieses Weingut nicht früher entdeckt haben… Aber besser spät als nie. Stéphane Dief ist sicherlich der verrückteste Winzer im Médoc. Die 12 ha Reben sind extrem gepflegt und allesamt bestockt mit 10’000 Reben/ha. Ein Teil der Rebberge besteht aus 120-130 Jahre alten, wurzelechten Reben, der grössere Rest aus alten rekultivierten Reben mit späterer Zwischenpflanzung, um auf die 10’000 Stöcke zu kommen. Das Durchschnittsalter der Gesamtbestände von Clos Manou liegt zwischen 50-60 Jahren. Die Reben sind so gezüchtet, dass von Natur aus lediglich ca. 6-8 kleinste Träubchen je Stock wachsen. Das Weingut entstand in den 90er-Jahren und nur allerbeste Lagen wurden selektioniert. Der Besitzer, ein grosser Weinliebhaber und begeisterter Winzer, war vorher in einer Kooperative tätig. Er machte sich zusammen mit seiner ebenso begeisterten Frau Françoise selbständig, um dieses Kleinod zu schaffen. Der Erstwein, der Clos Manou, wird komplett in Holzfudern vergoren und später in Barriques ausgebaut. Die Entrappung geschieht per Hand auf einem bei Château Mouton Rothschild abgeschauten Holzrüttler, extrem vorsichtig, wie die ganze Vinifikation, die darauf ausgerichtet ist, die sublime Aromatik der Trauben in die Flasche zu bringen. Wir haben uns gefragt, wie das überhaupt möglich ist, dass eine junge Familie praktisch ohne finanzielle Mittel in relativ kurzer Zeit so ein Bijou von Weingut aufbauen kann. Die Antwort ist beeindruckend: Seit 12 Jahren eine 7-Tage-Woche haben und keinerlei Ferien machen. Hier wird alles dem Ziel untergeordnet, ganz nach oben zu kommen.

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