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Riesling, Traubensorte mit Prädikat

Wie versprochen haben wir Ihre Anregungen aus dem Riesling-Wettbewerb gesammelt und stellen Ihnen "Ihr Riesling-Werk", das so informative wie auch unterhaltsame Angaben enthält, gerne zum Download bereit. Erfahren Sie, wie andere Riesling-Liebhaber mit dem geliebten Weisswein umgehen. Viel Spass beim Lesen! 

 

 


Die Riesling-Prädikate und was sie bedeuten

Gutsriesling trocken

Der Basiswein jedes Weingutes, ohne Lagenbezeichnung, kommt meist aus verschiedenen Rebbergen eines Weingutes. Das ist die Visitenkarte des Betriebes, bei den meisten Weingütern ist es der Wein, von dem am meisten produziert wird. Dementsprechend ist er für das Weingut wichtig, auf hochwertige Qualität wird geachtet. Der QbA (Qualitätswein besonderer Anbaugebiete) darf angereichert werden, wird aber in der Regel mit niedrigem Alkoholgehalt um die 10% vol. abgefüllt. Dank rassiger Säure wirkt er erfrischend, rassig und beschwingt.
Kategorie: Weisswein

 

QbA als Lagen oder Ortsweine

Das sind bereits Weine, die gewisse Lagentypizitäten aufweisen. Meist werden dafür Trauben mit etwas höheren Mostgewichten verwendet. Ansonsten gilt dasselbe wie oben.
Kategorie: Weisswein

 

Spät- und Auslesen trocken

Die Spitzenproduzenten kommen im Sinne der Vereinfachung immer mehr davon ab, solche Weine zu produzieren. Die so genannten Prädikate wie Kabinett, Spätlese und Auslese sollen den edelsüssen Weinen vorbehalten bleiben.
Kategorie: Weisswein
 

Grosse und Erste Gewächse

Diese Weine sind immer trocken. Ich erspare Ihnen die Erklärung, warum die Weine im Rheingau «Erste Gewächse» und überall sonst «Grosse Gewächse» heissen. Da spielt die Politik mit, da wird es wirklich kompliziert. Als einfache Regel kann man davon ausgehen, dass die Spitzenbetriebe ihre besten trockenen Weine als Grosses, respektive Erstes Gewächs bezeichnen. Die Weine stammen zwingend von als Erste Lage klassierten Rebbergen (zu vergleichen mit einem Grand Cru im Burgund). Sie werden zudem strengen Qualitätskontrollen unterzogen. Die Einführung dieser Weine hat zu einem massiven Qualitätssprung geführt. Sie hat den Wettbewerb unter den Produzenten angeregt, jeder will die besten Grossen Gewächse haben. Mit diesen Weinen erzielen die Produzenten aber auch angemessene Preise, sodass sie auch ihre besten Trauben dafür verwenden können.
Kategorie: Weisswein

 

QbA mit Restsüsse

Bei diesen und bei den nachfolgenden Prädikatsweinen wird der Gärprozess mittels Kühlung gestoppt. Hier gibt es alle Schattierungen von Restsüsse, von halbtrocken oder feinherb bis zu der Süsse einer Spätlese oder gar Auslese. Entsprechend vielfältig sind diese Weine auch einsetzbar, als Aperitif, im Sommer auf einer Sonnenterrasse, auf dem Gipfel nach einer schönen Bergwanderung, nach einem tollen Essen, um den Abend ausklingen zu lassen, bei einem gemütlichen Hock, zum Jassen, an der Bar am Abend, in einer Konzertpause, auf einer langen Bahnfahrt und und und… Die Weine sind 10 bis 50 Jahre lager- und entwicklungsfähig.
Kategorie: Weisswein

 

Kabinett und Spätlesen

Vom Gesetz her muss ein Kabinett mindestens 70, eine Spätlese mindestens 76 Grad Oechsle aufweisen. Kabinett, Spätlese, Auslese etc. sind so genannte Prädikatsweine, die alle nicht chaptalisiert (= aufgezuckert) werden dürfen. Wenn nicht ausdrücklich trocken auf dem Etikett steht, haben diese Weine immer eine dezente (Kabinett) bis recht ausgeprägte Restsüsse (bei hochwertigen Spätlesen). Das sind die beliebtesten und auch einzigartigsten Weine aus Deutschland. Mit ihrer Leichtigkeit (wenig Alkohol, in der Regel um die 8% vol.) ihrer tänzerisch verspielten Art, dem raffinierten Spiel zwischen edler Fruchtsüsse und rassiger, feiner Säure und ihrer unglaublichen Aromenvielfalt vermögen sie Weinliebhaber zu begeistern.

Lieben Sie asiatische Gerichte? Ja, aber je intensiver sie gewürzt sind, desto mehr werden sie zum Feind des Weines. Das stimmt, ausser der Wein sei ein Riesling mit feiner Säure und erfrischender Fruchtsüsse, je mehr Pfefferschoten oder Wasabi im Spiel ist, desto mehr Restsüsse braucht der Riesling, und schon werden Wein und scharfe Gerichte zu exzellenten Freunden. Ein Kabinett und noch ausgeprägter eine Spätlese kann sich über 50 und mehr Jahre entwickeln und immer wieder verändern, ohne an Lebendigkeit zu verlieren.
Kategorie: Weisswein

 

Auslesen

Vom Gesetz her muss eine Auslese ein Mostgewicht von mindestens 83 Grad Oechsle aufweisen. Ein Spitzenproduzent wird heute aber kaum noch eine Auslese unter 100 Grad abfüllen. Diese Konzentration kann auch mit gesunden, hochreifen Trauben erreicht werden, aber immer mehr Produzenten gehen dazu über, nur noch Botrytis-Selektionen als Auslese abzufüllen. Nur noch selten gibt es trockene Auslesen. Über kurz oder lang werden wohl unter den Begriffen Spät- und Auslesen nur noch edelsüsse Weine abgefüllt. Im Auslese-Bereich gibt es besonders viele verschiedene Weintypen, von der strahlend klaren, rassigen Auslese aus gesunden Trauben bis zu konzentrierten Botrytis-Selektionen, die sich von Gesetzes wegen längst Beerenauslesen nennen könnten. Hier wird es auch schon etwas kompliziert, weil die an sich logischen Bezeichnungen feine Auslese und feinste Auslese mit dem leidigen Weingesetz von 1971 verboten wurden. So behilft sich heute jeder Produzent auf seine Weise, um seine besonders hochwertigen Auslesen zu bezeichnen. Der eine verziert sie mit Goldkapseln, respektive langen Goldkapseln, der andere mit ein bis fünf Sternen, und wieder andere geben den besten Auslesen Nummern, meist Fassnummern. Wobei man dann wissen muss, welche Fassnummer die beste ist, es ist nicht zwingend die höhere.

Auslesen können im ersten Jahr nach der Füllung ein Hochgenuss sein, danach lässt man sie mit Vorteil einige Jahre reifen. Einfachere Auslesen und solche aus kleineren Jahren beginnen sich schon nach 5 – 8 Jahren zu öffnen, während ganz grosse 10, 15 oder gar mehr Jahre brauchen. Eine gereifte Auslese ist zwar leiser, filigraner, zurückhaltender als eine junge, aber um ein Vielfaches komplexer.
Kategorie: Süsswein

 

Beeren- (BA) und Trockenbeerenauslesen (TBA), Eisweine

Das Gesetz verlangt mindestens 110 Oechsle für eine BA und mindestens 150 für eine TBA. Der Aufwand für solche Weine ist enorm, da wird – wie es der Name sagt – effektiv Beere um Beere gelesen, denn nur allerbeste Botrytisbeeren ergeben grosse Weine. Beim Eiswein gibt es weniger Aufwand, da steckt dafür meist sehr viel Risiko drin; denn wenn der Frost nicht rechtzeitig kommt, sind alle Trauben, die für einen Eiswein hängen gelassen wurden, verloren. Solche Weine haben ein nahezu unendliches Alterungspotenzial. Sie sind so konzentriert, dass man mit einer halben Flasche vielen Leuten ein eindrückliches Weinerlebnis schenken kann.
Kategorie: Süsswein

 

Event-Agenda

22./23.11.  Mittelmeer  in St. Gallen
24.11.17  Degustation  in Sissach
01.12.17  Rock'n'Wine  in Berschis
04.12.17  Festliche Weine  in Zürich
05.12.17  Festliche Weine  in St. Gallen
14.12.17  Festliche Weine  in Basel
30.01.18  Italien + WdJ  in Zürich
05.05.18  Weinauktion  in Bad Ragaz

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