Um seine Leidenschaft von der Erzeugung grosser Weine ausleben zu können, hat Daniel Vollenweider praktisch alles aufgegeben, was er hatte. Seit dem Jahrgang 2000 bewirtschaftet er, der Schweizer aus Mastrils GR, das 4 Hektaren grosse Weingut an der Mosel, das er selber von Grund auf neu aufgebaut hat. Die Wolfer Goldgrube gehört zu den absoluten Toplagen der Mosel und besitzt noch alte Wurzelechte Rebstöcke. Der Arbeitsaufwand mit diesen ist enorm, den wollte kaum noch jemand auf sich nehmen. Das erklärt, weshalb es Daniel gelungen ist, mit relativ bescheidenem Budget eine der allerbesten Lagen an der Mosel zu ergattern. Eine Top Lage und ein fanatischer Winzer, die Erfolgsgeschichte war eigentlich schon vorprogrammiert. Dennoch ist es erstaunlich, dass Vollenweider schon nach wenigen Jahren in sämtlichen Weinführern Deutschlands unter den absoluten Top Produzenten gelistet wird. Ein Neuankömmling muss ja bekanntlich einiges mehr leisten als ein Arrivierter, um auf die gleiche Stufe zu kommen. Ein Beispiel für seine kompromisslose Qualitätspolitik ist seine Bezeichnung der Prädikate. Kabinett und Spätlesen werden ausschliesslich aus gesunden Trauben gekeltert. Wenn ein Wein von Vollenweider den Namen Auslese trägt, dann ist das zwingend eine reine Botrytis Auslese. Nicht die Oechslegrade, wie bei den meisten Produzenten, bestimmen das Prädikat, sondern die Geschmacksrichtung. Eine „normale“ Auslese Vollenweiders ist nach dem altbekannten System an der Mosel eigentlich immer eine Goldkapsel und meist schon nahe an der Beerenauslese. Das ist eine starke Leistung und eine beinahe schon märchenhafte Erfolgsgeschichte.