Diese Weine haben mich schon beim ersten Kontakt (Jahrgang 2008) gleich auf Anhieb begeistert. Im Nachhinein gesehen habe ich sie aber eher noch unterschätzt. Vielleicht brauchte es den grossen Jahrgang 2009, der mir definitiv schon bei der Fassprobe die Sicherheit gibt, dass hier ganz aussergewöhnliche Weine entstehen. Letztlich ist es ja immer wieder die aussergewöhnliche Liebe zur Sache, die Leidenschaft des Produzenten, die Besonderes entstehen lässt. Wer Sylvains Aligoté, seinen Passtoutgrain oder auch seinen aussergewöhnlichen Rosé probiert hat, wird schnell verstehen, dass dieser Mann ein Fanatiker ist, der jeden seiner Weine mit Hingabe pflegt. Seine Top-Weine stammen aus Marsannay, nicht gerade eine Appellation, die den Etikettentrinker ehrfürchtig werden lässt. Dass das ziemlich starre System der burgundischen Appellationen in Marsannay noch keine 1er Crus geschweige den Grand Crus kennt, ärgert ihn zwar und er kämpft auch aufopfernd dafür, dass die Top-Lagen zumindest einmal den längst verdienten 1er Cru Status bekommen. Aber es hindert ihn nicht daran, all seine Reben so zu bearbeiten wie andere (vielleicht) ihre Top-Lagen. Und es hindert ihn schon gar nicht daran, Weine zu erzeugen, die sich mit der absoluten Spitze des Burgunds vergleichen lassen.